„Gelbe Gefahr“ 4.0

Wieder einmal aufstörende Kunde aus China. Es solle dort, so ist zu hören und zu lesen, ein bis 2020 alle Einwohnerinnen und Einwohner umfassendes gesellschaftliches Kreditpunktesystem geben. Welches erstellt werde mittels Vernetzung gesammelter Daten. Und zum Ziele habe – so die vorherrschende westliche Interpretation – die Schaffung der angepassten Bürgerin respektive des angepassten Bürgers. Also: Wohlverhalten im Sinne der verkündeten Normen werde mit Punkten belohnt, Fehlverhalten durch Punktabzug geahndet.

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„Wohin geht die NATO?“ Und ein paar Fragen mehr

Reminiszens – Im Jahre 2011, also deutlich vor der akuten Zuspitzung im Verhältnis zwischen dem Westen und Russland, blickte Ulrich Weisser, Vizeadmiral a.D. und von 1992 bis 1998 Leiter des Planungsstabs im Bundesministerium der Verteidigung, zurück: „Russland hat seine Erwartungen an die NATO seit 1994 im Prinzip nicht verändert und dabei stets deutlich gemacht, worauf es Moskau ankommt: auf die Entwicklung eines bilateralen Verhältnisses besonderer Qualität; die Teilnahme Russlands am Meinungsbildungsprozess der Allianz, wenn es um Fragen europäischer Sicherheit oder um globale Aspekte geht; und um die Beteiligung Russlands an der Lösung europäischer Sicherheitsprobleme.
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„Es gibt Gründe optimistisch zu sein“

Probleme und Lösungsansätze im Wissenschaftssystem
Brian Nosek erforscht die Diskrepanz zwischen gesellschaftlichen Werten und menschlichem Verhalten. Als Mitbegründer und Geschäftsführer des Center for Open Science (COS) versucht er diese Lücke im Verhalten von WissenschaftlerInnen zu schließen. Der GID hat ihn zu Problemen im Wissenschaftssystem und Lösungsansätzen befragt.
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Über die „Banalität des Bösen“ im Nuklearzeitalter

Daniel Ellsberg machte die Pentagon-Papiere öffentlich, um den Vietnam-Krieg zu beenden. In „The Doomsday Machine – Confessions of a Nuclear War Planner“, das im Dezember 2017 erschien, enthüllt er, dass er damals ebenfalls geheime militärische Planungen zur Führung eines Nuklearkrieges stahl. Sie gingen im Hurrikan verloren. Nicht verloren ging sein Insiderwissen zur nuklearen Kriegsführung. Seit 1975 suchte Ellsberg einen Verlag, um seine Erkenntnisse zu teilen.

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Erdoğans Krieg in Afrin

Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Mit Blick auf die von ihm geplanten Massenmorde fragte Hitler am 22. August 1939 auf dem Obersalzberg: „Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?“ Der Völkermord an den Armeniern war einer der ersten systematischen Genozide des 20. Jahrhunderts. Er geschah während des Ersten Weltkrieges unter Verantwortung der Regierung des Osmanischen Reichs. Bei den von Türken und Kurden mit Duldung durch das verbündete Deutsche Reich verübten Massenmorden und Todesmärschen 1915 und 1916 kamen etwa 1,5 Millionen Menschen um. Wer die aktuellen Entwicklungen in der Türkei verstehen will, muss sich auch mit dieser Geschichte auseinandersetzen.
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Wunderbare Spuren

Martin Baxmeyers Buch über Amparo Poch y Gascón bewahrt das Leben und Werk einer bedeutenden spanischen Anarchistin vor dem Vergessen

Erneut ist im Verlag Graswurzelrevolution ein Buch erschienen, das sich mit der Biographie und dem Werk einer beinahe vergessenen Anarchistin auseinandersetzt. Wie schon zuvor Lou Marin mit seinem Band zu Rirette Maîtrejean würdigt Martin Baxmeyer damit eine weitere wichtige Persönlichkeit der anarchafeministischen Bewegung.

 

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Wissenschaft kritisieren

Diskussion zur Arbeit des GeN

Über die inhaltliche Ausrichtung von GeN und GID wird intern viel diskutiert, ohne dass LeserInnen davon viel mitbekommen. Dieser Schwerpunkt, in dem wir von Wissenschaft und Forschung mehr Selbstkritik und Transparenz fordern, erscheint uns als gute Gelegenheit für eine transparente Selbstreflektion unserer Arbeit.

www.gen-ethisches-netzwerk.de/publikationen/gid/244

 

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Shawq (Sehnsucht)

Die syrische Ramadan-Serie zur Entführung von Razan Zeytouneh
in (26.02.2018)
Syrische Ramadan-Serien umfassen gut dreißig Folgen und sind seit Beginn der 2000er Jahre in der gesamten arabischen Welt beliebt. Längst haben sie den ägyptischen Soaps den Rang abgelaufen. Auch im Krieg wird weiter produziert: regimetreue Serien, die im Land hergestellt werden ebenso wie oppositionelle Werke mit Drehorten im Ausland und Finanzierung aus dem Golf. Shawq beginnt mit einem kurzen Text der besagt, dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten basiert, man aber ihren tatsächlichen Verlauf im Krieg nicht kennen kann.
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