Archiv

Radikal und unterschätzt

Mit Ernährungssouveränität gegen den globalen Agrarkapitalismus
Es erscheint auf den ersten Blick paradox, dass zum Ende des 20. Jahrhunderts, also jener Zeit, die Hobsbawm als Phase des weltweiten Untergangs der bäuerlichen Landwirtschaft beschrieben hat, in internationalen Debatten ein Konzept auftaucht, das aufs Engste mit dieser verknüpft ist: das Konzept der Ernährungssouveränität.
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Auf ins Reich der Freiheit?

Jenseits von Utopien und Dystopien in der digitalen Arbeit
in (27.03.2018)
Vermutlich gibt es nicht allzu viele Marxist*innen, die an ein Leben nach dem Tod glauben. Wenn man aber für einen Moment die eigene Ungläubigkeit beiseite schiebt und sich dieser Phantasie hingibt, dann kommt man kaum umhin, sich auszumalen, wie Marx einen langen Seufzer von sich gibt. Trotz Krise ist kaum zu übersehen, dass der Kapitalismus noch immer quicklebendig ist. Wie konnte es dazu kommen? Was verleiht dem Kapitalismus diese erstaunliche Fähigkeit, der augenscheinlichen Logik des tendenziellen Falls der Profitrate und der Sättigung der globalen Märkte dauerhaft zu trotzen und sich in dieser phönixhaften Weise immer wieder neu zu erschaffen? Ein Grund für die bemerkenswerte Zähigkeit des Kapitalismus hängt mit seinem Vermögen zusammen, sich auf immer weitere (Lebens-)Bereiche auszudehnen, die zuvor außerhalb seines Zugriffs lagen, und sich diese einzuverleiben.
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»… vor allem revolutionär«.

Marx und die Strategiefrage
in (21.02.2018)
Die Vielfachkrise des globalen Kapitalismus findet ihre Entsprechung in einer Vielfachkrise der Linken. Und in diese Krise hinein fällt der 200. Geburtstag von Karl Marx und der 150. Jahrestag des Erscheinens des ersten Bandes des »Kapital«. Aber wie gehen wir um mit Marx und seinem Werk? Welche Bedeutung hat er heute für unsere Fähigkeit, die Welt praktisch zu verändern? Liest man die vielen neuen Veröffentlichungen, drängt sich der Eindruck auf, dass die Rezeption der Marx’schen Werke den lebendigen Wald vor lauter gefällten Bäumen nicht sieht. Marx erscheint als einsamer Denker, bestenfalls noch von Engels sekundiert. Dadurch verbleibt das Warum, verbleiben die Antriebskräfte, die Marx’ Werk hervorbrachten, im Dunkeln.
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