Demirovic, Alex

Alex Demirovic, geb. 1952, Dr. phil.; z.Zt. stellvertretender Professor für allgemeine und politische Soziologie an der Bergischen GHS/Universität Wuppertal; arbeitete zuvor am Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a.

  • Demokratie und Herrschaft, Münster 1997 (http://www.dampfboot-verlag.de/buecher/83-5.html) und
  • (zusammen mit H.-P. Krebs und Th. Sablowski Hrsg.) Hegemonie und Staat (http://www.dampfboot-verlag.de/buecher/66-2.html)

Aktuelle Beiträge der Autorin / des Autors

Autoritärer Populismus als neoliberale Krisenbewältigungsstrategie

in (30.04.2018)

In vielen Staaten werden ein Aufschwung von Nationalismus, Autoritarismus und Rassismus und eine Gefährdung des Rechtsstaats und der Demokratie beobachtet. Maßgeblich werden diese teilweise weitreichenden Vorgänge von einem rechten und autoritären Populismus und seinen Vertretern betrieben und repräsentiert. Der autoritäre Populismus bestimmt vielfach die politische Agenda und propagiert national-konservative, ethnozentrisch-rassistische und autoritär-etatistische politische Ziele.

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Kritische Gesellschaftstheorie: Analyse der Kräfteverhältnisse oder Zeitdiagnose – mit einem Seitenblick auf die Beiträge von Slavoj Žižek

in (09.10.2013)

In der marxistischen Gesellschaftstheorie haben sich zwei Weisen entwickelt, zwischen der allgemeinen Theorie und den konkreten gesellschaftlichen Situationen eine theoretische und praktische Beziehung herzustellen: das ist einmal die Zeitdiagnose in der Form von Ideologie- und Kulturkritik, zum anderen die Analyse von Kräfteverhältnissen. Beide haben verschiedene Gegenstände und Argumentationsweisen, ihr Bezug auf die Marxsche Theorie unterscheidet sich, und beide haben wohl auch deswegen zu einem unterschiedlichen Verständnis eben der Bedeutung der Kritik der politischen Ökonomie und ihrer gesellschaftstheoretischen Implikationen beigetragen.

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Multiple Krise, autoritäre Demokratie und radikaldemokratische Erneuerung

in (28.06.2013)

Die Demokratie ist seit Jahren durch eine eher negative Entwicklung gekennzeichnet. Im Zusammenhang mit der Zurechenbarkeit von Entscheidungen und Verantwortlichkeit von demokratischen Instanzen, Korruption und Rechtsstaatlichkeit, Partizipation, Menschen- und Bürgerrechte oder Freiheit der Medien lassen sich Defizite und Erosionsprozesse feststellen. Diese Ansicht teilen viele Publizisten und Wissenschaftler, auch wenn es durchaus positive Bewertungen der Stabilität der parlamentarischen Institutionen und der Zunahme von Bürgerpartizipation gibt.

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Jenseits von Markt und Staat

das Projekt der Demokratisierung der Wirtschaft
in (26.08.2009)

Um die ernste Bedeutung der gegenwärtigen Wirtschaftskrise zu betonen, wird sie oft mit der Weltwirtschaftskrise von 1929 verglichen. Trotz der Tiefe der gegenwärtigen Krise zeichnet sich bislang nicht ab, dass die Linke im Allgemeinen, die Linkspartei im Besonderen, die sozialen Bewegungen oder die Gewerkschaften darin erfolgreich gewesen wären, der Krise eine kritische Bedeutung zu geben.

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