Feminismus

Biokapitalismus und die Inwertsetzung der Körper

Perspektiven der Kritik
in (03.04.2015)

In den vergangenen Jahren ist es zu einer verstärkten Diskussion um die kapitalistischen Aspekte von Biomedizin und Biotechnologien gekommen. Dabei ist eine Reihe neuer „Bio“-Begriffe formuliert worden: Biowert, Biokapital, Bioökonomie – um nur die prominentesten zu nennen. Hintergrund dieser Debatte ist zum einen die Tatsache, dass auch kritische Analysen zur Biopolitik lange Zeit ökonomische Prozesse vernachlässigt haben, obwohl etwa die Kommodifizierung von Körperstoffen – insbesondere im Bereich der Reproduktionsmedizin – längst global und alltäglich geworden ist.¹ Zum anderen hat die Diskussion zum Biokapitalismus auch dadurch Auftrieb erhalten,

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Zu diesem Heft. Klassenfragen

Die Protestzyklen in den Ländern, die von der Bewältigung der zyklischen Finanzkrisen durch Umverteilung der Folgelasten besonders belastet sind, namentlich in Südeuropa, Lateinamerika, Ostasien und Südasien, werfen die Frage nach der Beteiligung der verschiedenen Segmente der Arbeits‑ und Wohnbevölkerungen auf. Ihre unterschiedliche Betroffenheit vermittelt sich über ihre Einbindungen in die erodierenden staatlichen Wohlfahrts‑ und Sicherheitssysteme bzw. über die Formen ihrer Freisetzung und des Ausschlusses aus diesen Systemen, aber gleichzeitig auch über ihre Stellung im Produktions‑ und Reproduktionsprozess des Kapitals, der sie anzieht, unterordnet oder freisetzt.

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Emanzipationsgeschichte

in (28.11.2014)

 

„Is your hair still political?“, fragt Audre Lorde in einem Text aus dem Jahr 1990*. Dass Haare für Schwarze Frauen in den USA weiterhin ein Politikum sind, lernen wir in Chimamanda Ngozi Adichies neuem Roman. 

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25 Jahre Unrast

Nina Nadig, Bernd Drücke und Horst Blume im Gespräch mit den Verlegern Jörn Essig, Martin Schüring und Markus Kampkötter

Seit 25 Jahren gibt es den Unrast Verlag. Er hat sich zu einem der wichtigsten linken Verlage im deutschsprachigen Raum gemausert. Aber noch nie kam jemand auf die Idee, die Verleger zu interviewen. Dies ist also eine Premiere. Im Juli 2014 interviewten Graswurzelrevolution-Redakteur Bernd Drücke, GWR-Praktikantin Nina Nadig und GWR-Mit­herausgeber Horst Blume das Unrast-Verlagskollektiv: Jörn Essig, Martin Schüring und Markus Kampkötter. Das Interview wurde im Studio des Medienforum Münster für die GWR geführt, von Klaus Blödow aufgezeichnet und im August mehrmals im Bürgerfunk als Radio Graswurzelrevolution-Sendung auf Antenne Münster (AM, 95,4 Mhz./www.antennemuenster.de) ausgestrahlt. Prompt erhielten wir empörte Hörerbriefe. In einem der Briefe heißt es wörtlich: „Am Freitagabend wurde auf AM ein Beitrag von ihnen über den Unrast Verlag berichtet [sic!]. Ich kann meinem Entsetzen darüber kaum beschreiben. [sic!] Ich denke sie wissen was das für ein Verlag ist. [...] So was von blöde oder selbst völlig kommunistisch eingestellt [...].“ Faszinierend. ;-) Wir veröffentlichen das Interview in einer überarbeiteten Version. (GWR-Red.)

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