Internationales

Krieg gegen Rojava

Erdoğans Traum von einem neuen Osmanischen Reich

Im Sommer 1993 habe ich als Teil einer Menschenrechtsdelegation erstmals das türkisch-kurdische Kriegsgebiet bereist. (1) Damals war der Krieg zwischen der türkischen Armee und der Kurdischen Arbeiterpartei PKK eskaliert. Mehr als 4.000 kurdische Dörfer auf türkischem Staatsgebiet wurden zu dieser Zeit durch die türkische Armee zerstört, zigtausende Menschen getötet.

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Syriens Opposition der Extremisten

Wie westliche Medien den Ruf der Rebellen schöngeredet haben
in (02.04.2018)
Der Terrorismusforscher Max Abrahms stellt in der US-Zeitschrift Foreign Affairs fest, dass in den westlichen Medien die Tendenz besteht, die bewaffneten Rebellen reinzuwaschen. Blut an den Händen hat nur Asad. Die Flüchtlinge werden als prorebellisch bezeichnet, obwohl die Umfrageforschung anderes berichtet: Sie sind vor Asad geflohen, aber sie sind auch vor der bewaffneten Opposition geflüchtet. Abrahms meint, dass diese tendenziöse Berichterstattung dazu dient, die „Idee eines Regimewechsels besser verkaufen zu können“.
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Die Stunde der Hysteriker

Am 4. März gegen 16:15 Uhr wurden in der idyllischen südenglischen Kleinstadt Salisbury – unweit von Porton Town, wo das klandestine Chemiewaffenzentrum der britischen Regierung ansässig ist – der ehemalige, von den Briten umgedrehte Doppelagent Sergej Skripal (in Russland 2006 rechtskräftig zu 13 Jahren Arbeitslager verurteilt und im Jahre 2010 im Zuge eines vereinbarten Gefangenenaustausches nach Großbritannien gelangt) zusammen mit seiner seit dem 3. März aus Moskau zu Besuch weilenden Tochter Julija in komatösem Zustand aufgefunden.

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„Ich gehe lieber ins Gefängnis, als in den Bürgerkrieg“

Solidaritätskampagne für den ukrainischen Kriegsdienstverweigerer Ruslan Kotsaba
Ruslan Kotsaba ist ein Journalist, der mit Handy und Lence-Camera arbeitet und postwendend sein Material fürs Netz verarbeitet und postet. Ein Blogger, der über 2000 Filme auf seinem Youtube-Kanal zu Themen hochgeladen hat, die ihn beschäftigen. Er lebte mit seiner Familie in der West-Ukraine. Jetzt wohnt er aus Sicherheitsgründen in Kiew.
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„Gelbe Gefahr“ 4.0

Wieder einmal aufstörende Kunde aus China. Es solle dort, so ist zu hören und zu lesen, ein bis 2020 alle Einwohnerinnen und Einwohner umfassendes gesellschaftliches Kreditpunktesystem geben. Welches erstellt werde mittels Vernetzung gesammelter Daten. Und zum Ziele habe – so die vorherrschende westliche Interpretation – die Schaffung der angepassten Bürgerin respektive des angepassten Bürgers. Also: Wohlverhalten im Sinne der verkündeten Normen werde mit Punkten belohnt, Fehlverhalten durch Punktabzug geahndet.

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Erdoğans Krieg in Afrin

Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Mit Blick auf die von ihm geplanten Massenmorde fragte Hitler am 22. August 1939 auf dem Obersalzberg: „Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?“ Der Völkermord an den Armeniern war einer der ersten systematischen Genozide des 20. Jahrhunderts. Er geschah während des Ersten Weltkrieges unter Verantwortung der Regierung des Osmanischen Reichs. Bei den von Türken und Kurden mit Duldung durch das verbündete Deutsche Reich verübten Massenmorden und Todesmärschen 1915 und 1916 kamen etwa 1,5 Millionen Menschen um. Wer die aktuellen Entwicklungen in der Türkei verstehen will, muss sich auch mit dieser Geschichte auseinandersetzen.
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Wunderbare Spuren

Martin Baxmeyers Buch über Amparo Poch y Gascón bewahrt das Leben und Werk einer bedeutenden spanischen Anarchistin vor dem Vergessen

Erneut ist im Verlag Graswurzelrevolution ein Buch erschienen, das sich mit der Biographie und dem Werk einer beinahe vergessenen Anarchistin auseinandersetzt. Wie schon zuvor Lou Marin mit seinem Band zu Rirette Maîtrejean würdigt Martin Baxmeyer damit eine weitere wichtige Persönlichkeit der anarchafeministischen Bewegung.

 

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Shawq (Sehnsucht)

Die syrische Ramadan-Serie zur Entführung von Razan Zeytouneh
in (26.02.2018)
Syrische Ramadan-Serien umfassen gut dreißig Folgen und sind seit Beginn der 2000er Jahre in der gesamten arabischen Welt beliebt. Längst haben sie den ägyptischen Soaps den Rang abgelaufen. Auch im Krieg wird weiter produziert: regimetreue Serien, die im Land hergestellt werden ebenso wie oppositionelle Werke mit Drehorten im Ausland und Finanzierung aus dem Golf. Shawq beginnt mit einem kurzen Text der besagt, dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten basiert, man aber ihren tatsächlichen Verlauf im Krieg nicht kennen kann.
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