Theorie

Kompromisslos gegen Kolonialismus

Notizen zu Fremdheit und Anarchismus
in (02.03.2016)

Der internationale Anarchismus, schreibt Achille Mbembe, war Ende des 19. Jahrhunderts zum „wichtigsten Träger des Widerstands gegen Kapitalismus, Sklaverei und Imperialismus“[1] geworden. Die Anarchistinnen und Anarchisten traten für eine herrschaftslose Gesellschaft ein, die im Weg dahin schon vorweg genommen werden sollte. Zumindest dem Anspruch nach.

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Foreigners Everywhere: Kunst und Fremdheit

Das Fremde ist Teil unseres Selbst, denn kaum verlassen wir unsere Heimat, werden wir zu Fremden. Bereits der viel zitierte Ausspruch des Komikers und Volkssängers Karl Valentin, „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“[1], verweist auf die komplexe Beziehung von fremd und heimisch. In einem Wortspiel reflektiert Valentin über das Verhältnis von fremd und eigen, die Fremde und das Fremde.

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Mikrokredite, Rendite und Geschlecht

Von zuverlässigen armen Frauen und finanzieller Inklusion

Nach Aufstieg und Fall der Mikrokredite als universelles entwicklungspolitisches Instrument zur Armutsreduktion gehen die Mikrofinanzgeschäfte weiter, so wie sich auch der Finanzmarkt nach der Subprime-Krise „erholt“ hat. Hinter dem Wachstum und dem Crash der Industrie steht die Kommerzialisierung der Kreditvergabe an überwiegend arme Frauen. Der neoliberale entwicklungspolitische Konsens, dass Produkte der Mikrofinanzindustrie höchst probate Mittel zur Armutsreduktion sind, wird im Nachgang von Krise und Kritik derzeit modifiziert, aber nicht aufgegeben.

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