Brechmitteleinsatz; Strafverfahren; Menschenwürde; EMRK

Ein nicht vorhersehbarer Todesfall?

Zum gescheiterten Versuch der strafjustiziellen Aufarbeitung des tödlichen Brechmitteleinsatzes durch das Landgericht Bremen

„Schwerstkriminelle müssen mit körperlichen Nachteilen rechnen." Mit diesen Worten kommentierte der ehemalige Bremer Innensenator Röwekamp den zum Tod führenden Brechmitteleinsatz gegen einen 35-jährigen mutmaßlichen Drogendealer im Jahr 2004 in der Hansestadt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) entschied im Jahr 2006, dass der Brechmitteleinsatz eine menschenrechtswidrige erniedrigende Behandlung darstelle. Wer erwartet hatte, dass die Verantwortlichen nun für ihr Handeln rechtlich zur Verantwortung gezogen werden würden, hatte sich getäuscht.

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