Anarchismus

„…die Sache mit der Freiheit, immer noch“ (1)

Muss man die alten Interviews aus dem Ja-Anarchismus-Band neu auflegen? Muss man!

2006 trat die erste Ausgabe von „Ja! Anarchismus. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert“ mit der Mission an, dem durch die RAF und die dauerhafte mediale Verknüpfung mit Chaos und Gewalt verunglimpften Begriff ‚Anarchie‘ ein realistischeres Bild von Anarchist*innen und ihren vielfältigen Projekten entgegenzusetzen. In vielen Interviews entstand dadurch ein lebendiges Bild von der Vielfalt der gewaltfreien anarchistischen Bewegung. Das Buch war so erfolgreich, dass zwei weitere Bände folgten: „Anarchismus Hoch 2“ und „Anarchismus Hoch 3“.

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„Solidarität ist das Wichtigste, wenn es um Feminismus geht“

Ein Gespräch mit den Feministinnen Kerstin Wilhelms-Zywocki und Marina Minor

Marina Minor (*1995) studiert Psychologie, Philosophie und Geschichte an der Uni Münster und ist u.a. bei der LINKEN, im Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung und im Frauen*streik-Bündnis aktiv. GWR-Autorin Dr. Kerstin Wilhelms-Zywocki (*1982) blickt als Literaturwissenschaftlerin aus einer analytischen Perspektive auf Debatten zum Thema Feminismus und Gender-Studies. Interviewt wurden die beiden von GWR-Praktikant Marvin Feldmann und GWR-Redakteur Bernd Drücke im Studio des Medienforums Münster.

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Feministin und freiheitliche Sozialistin

Warum Clara Wichmanns Aufsätze auch heute noch äußerst aktuell sind

Die Geschichte der politischen Ideen von Frauen am Anfang des 20. Jahrhunderts wird oft so dargestellt, als hätten sich damals Frauenrechtlerinnen und Sozialistinnen gegenüber gestanden, wobei die einen sich nur für die Gleichstellung innerhalb bürgerlicher Verhältnisse engagiert hätten und die anderen Frauenrechte dem Klassenkampf unterordneten.

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100 Jahre Räterepublik

Fünf Thesen zur Bayerischen Revolution 1919

Die Bayrische oder Münchner Räterepublik war im April 1919 der vier Wochen währende Versuch, in dem im November 1918 gegründeten Freistaat Bayern eine sozialistische Republik nach rätedemokratischem Muster zu verwirklichen. Die Regierung der Räterepublik war zunächst geprägt von anarchistischen und pazifistischen Intellektuellen, unter ihnen Gustav Landauer, Erich Mühsam, Ret Marut und der Nachfolger Kurt Eisners im Vorsitz der USPD, Ernst Toller, – später von KPD-Mitgliedern.

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Wem gehört die Krim?

Der russisch-ukrainische Konflikt soll von den Brüchen zwischen Regierenden und Regierten ablenken

„Wieder mal beim Stehlen erwischt, setzt man auf den Patriotismus.“ Dieser Satz stammt angeblich von dem bekannten russischen Satiriker Michail Saltykow-Schtschedrin (1826-1889). Oder auch nicht: Manche sagen, das Zitat werde ihm fälschlicherweise zugeschrieben.

Wie dem auch sei – der Ausspruch ist heute in der kritischen Öffentlichkeit Russlands ziemlich populär. Und er beschreibt am treffendsten das, was eigentlich hinter dem Vorfall in der Meerenge von Kertsch steht.

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Im zehnten Jahrzehnt

Noam Chomsky, der bekannteste Anarchist der Gegenwart, wird am 7. Dezember 90 Jahre alt

Frankfurter Rundschau: Sie bezeichnen sich als Anarchist. Wie hilft die Anarchie da weiter?

Noam Chomsky: Anarchismus ist ein breiter Begriff. Es besitzt einen Kern von Grundsätzen mit zeitlosen Werten, die Menschen zum Handeln anleiten sollen. Diese Grundsätze wurden in der Aufklärung reformuliert, wo sie ihre Blütezeit erlebten. Im Grunde haben sie aber tiefer liegende Wurzeln.

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Die Massenvertreibung der Rohingya aus Myanmar

Ein Gespräch mit Daniel Korth, der als Friedensfachkraft vier Jahre in dem südostasiatischen Land gearbeitet hat

Daniel Korth (*1969) lebt in einem selbstverwalteten Wohnprojekt. In der Bürgerfunksendung Radio Graswurzelrevolution (1) interviewte ihn GWR-Redakteur Bernd Drücke zu seiner Geschichte als Totaler Kriegsdienstverweigerer, Kabarettist und Bewegungsaktivist. Im zweiten Teil der hier für die GWR transkribierten Sendung spricht der Philosoph Korth über seinen fast vierjährigen Aufenthalt in Myanmar.

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„Ich liebe dieses ‚linksextreme Schmierblatt‘!“

Die Kampagne von AfD, BILD und Neonazis gegen die Graswurzelrevolution läuft ins Leere

Die Graswurzelrevolution (GWR) erscheint seit 1972. Diese „Monatszeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft“ ist ein Sprachrohr der internationalen Graswurzelbewegung im deutschsprachigen Raum und tritt für gewaltfreie gesellschaftliche Veränderungen und Aktionsformen ein. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf den Themenbereichen Emanzipation, Ökologie, Antimilitarismus, Antirassismus und Feminismus. Die anarchopazifistische GWR ist eine der langlebigsten Alternativzeitschriften in Deutschland. (1)

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