Theorie

Entkopplung: eine zentrale Frage des 21. Jahrhunderts

Wirtschaftswachstum bei sinkendem Umweltverbrauch?

Der wirtschaftspolitische Mainstream sieht nach wie vor in einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts den Motor gesellschaftlicher Entwicklung. Dieses Ziel steht zwangsläufig im Konflikt dazu, unsere natürlichen Ressourcen zu erhalten. Ob dieser Konflikt lösbar ist und sich Umweltschutz und Wirtschaftswachstum vereinbaren lassen, diskutiert Norbert Nicoll.

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Umbrüche im Parteiensystem in Europa

Schlussfolgerungen für die Linken

Verwerfungen im Parteiensystem lassen sich nicht nur in Deutschland beobachten. Der Niedergang sozialdemokratischer Parteien und der Aufstieg populistischer Bewegungen haben in anderen europäischen Ländern schon früher und mit größerer Heftigkeit die Struktur des politischen Systems verändert. Die gesellschaftliche Linke hat darauf unterschiedlich und mit verschiedenen Ergebnissen reagiert, wie Cornelia Hildebrandt beobachtet.

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Populismus als normalisierte Politik-Form

Ein Versuch, Aufmerksamkeit dafür herzustellen

In repräsentativen Formen der Demokratie können Bürger gesellschaftliche Teilnahme systematisch nur als Teil eines übergeordneten Ganzen realisieren: als ein anerkannter Teil der Nation sind es die Wahlberechtigten; Markt und Wirtschaftsstandort bestimmen die Nachfrage nach Arbeitskraft; Sozialstaat und „Solidargemeinschaft“ unterscheiden berechtigte und nicht berechtigte Bürgerinnen und Bürger. Zu den wichtigsten Bedingungen von Teilnahme und Teilhabe am gesellschaftlich produzierten Reichtum gehören Staatsbürgerschaft und Nützlichkeit als Arbeitskraft.

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Dirty Aesthetics

Künstlerische Wissensproduktion und die Notwendigkeit nicht nur kunstkritischen Urteilens

So populär die Gleichung Kunst = Wissensproduktion seit ihrem offensiven In-Erscheinung-Treten auf der documenta 11 (2002) geworden ist, so heftig umstritten bleibt sie. Einer inzwischen unüberschaubaren Vielfalt dessen, was sich als recherchebasierte, forschende oder wissensproduzierende Kunst bezeichnen lässt, steht nach wie vor vehemente Kritik entgegen. Grob vereinfacht verfolgt diese Kritik dabei zwei unterschiedliche Stoßrichtungen – die in ihren Kunstauffassungen und, einhergehend damit, ihren politischen Implikationen gegensätzlicher kaum sein könnten.

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Von der konzeptuellen Kunst zur künstlerischen Forschung

in (12.03.2018)

Mit dem Einzug der „künstlerischen Forschung“ in das Hochschulwesen erhalten Künstler*innen erstmals die Möglichkeit, sich der Infrastruktur des Wissenschafts- und/ oder Hochschulbetriebs zu bedienen und Funktionen zu übernehmen, die zuvor nur Wissenschaftler*innen zukamen. Maßgeblich ausgelöst wurden die infrastrukturellen Neuordnungen durch wissenschaftspolitisch eingerichtete Förderprogramme. Und so werden denn auch – mehr oder weniger deutlich – Erwartungen an die Kunst gestellt, wie z.B.

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