Ökonomie

Stürzt Jupiter vom Olymp?

Macron vor schweren Auseinandersetzungen

Zu Beginn des zweiten Amtsjahres sieht sich der französische Staatspräsident Emmanuel Macron mit wachsender Unbeliebtheit konfrontiert. Die Inflationsrate steigt auf 2,3%, während der schwache Aufschwung, der noch unter seinem Vorgänger François Hollande begann, zumindest eine Pause einzulegen scheint.

Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hat soeben die offizielle Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 1,7% heruntergesetzt. In der ersten Jahreshälfte war die Wirtschaft abgesackt, im Juli legte sie wieder zu, doch 2018 wird insgesamt schwächer sein als das Vorjahr.

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Papst vs. UNO

Sustainable Development Goals und Laudato si’: Abgesang auf das Entwicklungszeitalter?
Wie waren wir damals naiv, großspurig das „Ende des Entwicklungszeitalters“ auszurufen! Im Herbst des Jahres 1988 an der Pennsylvania State University im Haus von Barbara Duden, wo wir unsere Freunde zu Living Room Consultations versammelt haben, inmitten von Spaghetti, Rotwein und Iso-Matten, fassten wir den vollmundigen Plan, ein „Development Dictionary“ herauszubringen (Sachs 1993; Esteva 1985; Escobar 1995). Man erinnere sich: In der zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts thronte das Leitbild der „Entwicklung“ wie ein mächtiger Herrscher über die Nationen. Es war das weltpolitische Programm der postkolonialen Ära. Unschuldig kam der Begriff daher, aber er hat den Weg für die imperiale Macht des Westens über die Welt geebnet. Wie im Westen, so auch auf Erden, so lautete, kurz gefasst, die Botschaft der „Entwicklung“.
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»Die Macht dieser Technologie ist enorm«

Interview mit Pat Mooney über die synthetische Biologie
Seit über 40 Jahren analysiert die Action Group on Erosion, Technology and Concentration (ETC-Group) die Folgen der industriellen Landwirtschaft für Menschen in marginalisierten Regionen. Wir fragten den ETC-Aktivisten Pat Mooney, was die Verschmelzung von synthetischer Biologie und Informationstechnologie für das künftige Ernährungssystem bedeutet.
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Gärungsprozesse

Die Bioökonomie verspricht viel und hält bisher wenig
Die synthetische Biologie verschmilzt zunehmend mit der Informationstechnologie. Bioökonomie-Strategiepapiere aus Nord und Süd forcieren den Zugriff auf Ökosysteme und Naturressourcen. Die Sparte verspricht Ernährungs- und Energiesicherheit, Arbeit und Klimaschutz in einem. Wird die Bioökonomie das Ersatzmodell für die erdölbasierte Produktionsweise? Welche Folgen wird dies insbesondere im Globalen Süden haben?
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Bioökonomie

Editorial zum Themenschwerpunkt iz3w 368
»Gibt es ein Leben nach der Erdölgesellschaft?« fragt eine Postkartenserie, die in unserem Flyerständer ausliegt. Zu sehen sind ein leerer Einkaufswagen in einer bunt schimmernden Öllache oder ein alter Bohrturm vor blaugrünem Himmel. Ja, das gibt es, sagen die AkteurInnen der Bioökonomie. Sie präsentieren ihre Visionen in Hochglanzbroschüren. Pflanzen ranken um Fabrikschlote, Menschen in Laborkitteln blicken erwartungsvoll auf Reagenzgläser – auf allen Kontinenten.
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Wer Handel treibt, schießt nicht

Wie hysterisch und schauspielerisch drittklassig, wie intellektuell untermaßig und mit Fake News gespickt die regelmäßigen Anpöbeleien des obersten Amtsträgers im Weißen Hause – gegen wen auch immer – jeweils sein mögen, mindestens geben sie immerhin ab und an Veranlassung zur Selbstvergewisserung. Wie vor einigen Wochen, als der Blondschopf mit der deutschen Kriminalstatistik um sich hieb.

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Transnational ist besser

Stand und Perspektiven des Syndikalismus
Im Mai hat sich eine neue Internationale (anarcho-)syndikalistischer Organisationen gebildet. Die Gründung fällt in eine Zeit relativen Aufschwungs alternativer Gewerkschaften. Für einen umfassenden Aufbruch braucht die antiautoritäre Linke jedoch neue Visionen, die eine Breitenwirkung entfalten können.
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Wissenschaftliche Weiterbildung

Öffentliche Hochschulen beteiligen sich zunehmend an der Bildungsaufgabe Weiterbildung

Seit Jahren ist das Schlagwort vom "lebenslangen Lernen" in aller Munde. Neue technologische Herausforderungen in der Arbeitswelt verlangen regelmäßige Weiterbildung, gleichzeitig nimmt das Interesse an der persönlichen Entfaltung durch Fort- und Weiterbildung zu. Relativ neu ist in diesem Kontext die Entwicklung vielfältiger wissenschaftlicher Weiterbildungsangebote an und durch Hochschulen. Dadurch bieten sich neue Chancen, aber auch Risiken, findet Gesa Heinbach.

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