Theorie

Dirty Aesthetics

Künstlerische Wissensproduktion und die Notwendigkeit nicht nur kunstkritischen Urteilens

So populär die Gleichung Kunst = Wissensproduktion seit ihrem offensiven In-Erscheinung-Treten auf der documenta 11 (2002) geworden ist, so heftig umstritten bleibt sie. Einer inzwischen unüberschaubaren Vielfalt dessen, was sich als recherchebasierte, forschende oder wissensproduzierende Kunst bezeichnen lässt, steht nach wie vor vehemente Kritik entgegen. Grob vereinfacht verfolgt diese Kritik dabei zwei unterschiedliche Stoßrichtungen – die in ihren Kunstauffassungen und, einhergehend damit, ihren politischen Implikationen gegensätzlicher kaum sein könnten.

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Von der konzeptuellen Kunst zur künstlerischen Forschung

in (12.03.2018)

Mit dem Einzug der „künstlerischen Forschung“ in das Hochschulwesen erhalten Künstler*innen erstmals die Möglichkeit, sich der Infrastruktur des Wissenschafts- und/ oder Hochschulbetriebs zu bedienen und Funktionen zu übernehmen, die zuvor nur Wissenschaftler*innen zukamen. Maßgeblich ausgelöst wurden die infrastrukturellen Neuordnungen durch wissenschaftspolitisch eingerichtete Förderprogramme. Und so werden denn auch – mehr oder weniger deutlich – Erwartungen an die Kunst gestellt, wie z.B.

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Epistemisches Unbehagen

Die partizipative Entwicklung des Krisenengagements der Bundesrepublik und ihre Kritik

Der Verweis auf zivile Alternativen zum Militärischen hat nicht nur in der Friedensbewegung Tradition: zur Landesverteidigung gibt es die Soziale Verteidigung, zu den Militäreinsätzen die Zivile Konfliktbearbeitung bzw. den Zivilen Friedensdienst, zu Bundeswehrbesuchen an Schulen die Friedensbildung oder zur Rüstungsproduktion und Militärstandorten verschiedene Konversionspläne.

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Ein Versuch über den Widerspruch im Gemeinsamen

in (29.01.2018)

Derzeit leben wir in verwirrenden und ungemütlichen Zeiten. Das dürfte auch Anlass dafür sein, dass Fragen nach neuen Konzepten über das Zusammenleben Hochkonjunktur haben. Vor diesem Hintergrund nimmt der Text aus der Sicht einer kritischen Kunst- und Kulturvermittlung die Ambivalenzen in den Blick, die dem Begriff des Gemeinsamen zugrunde liegen.

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Von Creative Commons zu Creating Commons

Die traditionelle Ordnung der Kultur – mit klaren Positionen für KünstlerIn/AutorIn, Werk und Publikum, vermittelt durch ProduzentInnen, VerlegerInnen, GaleristInnen etc. – ist durch die Digitalisierung endgültig in eine Krise geraten. Wie die neue Ordnung aussehen wird, ist nach wie vor unklar und höchst umstritten. Die erste Runde der Auseinandersetzung wurde auf dem Gebiet des Urheberrechts und damit über die Kontrolle der Zirkulation ausgetragen. In der aktuellen Runde dreht sich alles um zentrale Plattformen und deren Strukturen von Ordnung, Zugang und Wertschöpfung.

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50 Jahre BdWi

Am 26. Oktober 1968 wurde in Marburg auf Initiative des Soziologen Werner Hofmann der Bund demokratischer Wissenschafter (BdW) gegründet. Sowohl Name als auch Kürzel des Verbandes erfuhren im Laufe der Zeit kleinere Veränderungen, ebenso wie die Schwerpunkte der politischen Arbeit. Und natürlich hat auch die Mitgliedschaft der BdWi einige Fluktuation erlebt.

Aber trotz aller Veränderungen besteht der BdWi noch immer und kann somit im kommenden Jahr auf 5 Jahrzehnte Verbandsgeschichte zurückblicken. Dieses Jubiläum wollen wir natürlich angemessen würdigen:

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