Krieg & Frieden

Nationalismus unter Aufsicht

Der Friedensprozess in Bosnien und Herzegowina ist ethnisiert
Vor 23 Jahren beendete das Abkommen von Dayton den Bosnienkrieg. Seither läuft unter Aufsicht der Internationalen Gemeinschaft ein Friedensprozess, der diesen Namen kaum verdient. Mit dem Zusammenspiel von ethnischem Nationalismus und internationaler Einflussnahme ähnelt die Bundesrepublik Bosnien und Herzegowina heute mehr einem Halbprotektorat als einer selbstständigen Demokratie.
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Schlimmer Finger

John Bolton, Jahrgang 1948 und Sohn einer Hausfrau sowie eines Feuerwehrmannes, studierte an der Yale University, wo er 1974 den Juris Doktor mit summa cum laude erwarb. Wie sein Kommilitone Bill Clinton umging auch Bolton mit einem Sidestep die Einberufung nach Vietnam – er meldete sich zur Maryland Army National Guard. Später bekannte er freimütig, „keine Lust“ gehabt zu haben, „in einem südostasiatischen Reisfeld zu sterben“.

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Die Massenvertreibung der Rohingya aus Myanmar

Ein Gespräch mit Daniel Korth, der als Friedensfachkraft vier Jahre in dem südostasiatischen Land gearbeitet hat

Daniel Korth (*1969) lebt in einem selbstverwalteten Wohnprojekt. In der Bürgerfunksendung Radio Graswurzelrevolution (1) interviewte ihn GWR-Redakteur Bernd Drücke zu seiner Geschichte als Totaler Kriegsdienstverweigerer, Kabarettist und Bewegungsaktivist. Im zweiten Teil der hier für die GWR transkribierten Sendung spricht der Philosoph Korth über seinen fast vierjährigen Aufenthalt in Myanmar.

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Friedensprozesse

Themenschwerpunkteditorial iz3w 369 (November/Dezember 2018)
Die Kriege im Jemen und in Syrien haben ihren Ausgangspunkt in innergesellschaftlichen Konflikten: Diktatur versus Protest, auch ethnische und religiöse Spaltungen spielen eine wichtige Rolle. Hinzu kommen Stellvertreterkriege. Schon diese beiden Kriege (um die es in diesem Themenschwerpunkt jedoch nicht geht) verweisen auf einen historischen Wandel: Seit dem Zusammenbruch der Warschauer-Pakt-Staaten ab 1989 prägen nicht zwischen-, sondern innerstaatliche Kriege das Gewaltgeschehen.
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Schneeball und Lawine

Sie ist alles andere als neu – die Debatte, was „Rechts“ ist und was jener „Rechtsextremismus”, den man dann gemeinhin auch unter „Nazismus” bündelt. Chemnitz hat in das Feuer dieses Diskurses nun neues Öl geschüttet. Denn freilich: Nicht alle jener Demonstranten, die den Mord an dem jungen Chemnitzer beklagt haben, waren und sind Extremisten, vermutlich trifft das sogar auf ihre Mehrzahl nicht zu. Jene, die diese Demonstration angeführt haben, die Hoecke und Bachmann etwa, sind es ausgewiesener Maßen aber schon.

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Die entführte Revolution

In Nicaragua treibt Präsident Ortega den Autoritarismus immer weiter
Mit der sandinistischen Revolution in Nicaragua verband die Linke in den 1980er Jahren große Hoffnungen. Diese sind jedoch mit der gewalttätigen Reaktion von Präsident Ortega auf die aktuelle Protestbewegung erloschen. Die Protestierenden sehen Parallelen zur Diktatur Somozas: Der Revolutionär ist zum Diktator geworden. Diese autoritäre Entwicklung ist indes älter, als manchen Linken lieb ist.
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Die schwarz-rote Senfproduktion

Editorial. Graswurzelrevolution Nr. 431, September 2018

 

 

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

die alljährliche Sommerpause der Graswurzelrevolution ist vorbei. Höchste Zeit also, dass wir wieder Monat für Monat unseren schwarz-roten Senf zu den gesellschaftlichen Entwicklungen beisteuern.

Diese libertär-sozialistische Senfproduktion betreiben wir übrigens nicht nur in dieser Zeitschrift.

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